Bildung, Betreuung und Unterstützung für alle

Winterthur ist Sitz von vielen Ausbildungsstätten und Hochschulen und deshalb von vielen Studierenden geprägt. Sie haben heute Bildungschancen, wie sie sich viele Menschen noch vor 50 Jahren kaum vorstellen konnten. Das ist mit ein Verdienst der SP, die sich für bessere Ausbildungsmöglichkeiten auch für Wenigerverdienende eingesetzt hat. Heute stehen wir für ein lebenslanges Recht auf Bildung und Entwicklung ein. So vermeiden wir Armut und Vereinsamung. Von der Geburt bis zum Tod hat jeder Mensch das Recht auf eine entsprechende Förderung und Unterstützung. Auch unsere Volksschule braucht ständige Weiterentwicklung. Sie und unsere ausserschulischen Betreuungsangebote sollen auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sein.

Konkrete Forderungen:

Tagesschulen als Lern- und Lebensorte

Besserer Bildungszugang für benachteiligte Menschen

Miteinander leben und gestalten

In unserem Winterthur können alle Bewohner:innen an der Gestaltung der Stadt und des öffentlichen Lebens teilhaben. Wir vertreten eine «Miteinander-Stadt»: Ohne Benachteiligungen gleich welcher Art, dafür mit Chancengleichheit und Mitbestimmung auch in der Wirtschaft. So wie wir früher Wohnbaugenossenschaften gründeten, uns für das Frauenstimmrecht einsetzten und uns mit der Stadtvereinigung für ein Miteinander stark machten, so wollen wir heute genossenschaftliches Wohnen und Arbeiten fördern, generationenübergreifende soziale Angebote in allen Quartieren ermöglichen und aktiv gegen Ausgrenzung und Armut vorgehen.

Konkrete Forderungen:

Anteil genossenschaftlicher Wohnungen mindestens 25%

Stimmrechtsalter 16 und Ausländer:innenstimmrecht auf kommunaler Ebene

Ein gutes Stadtklima

Ein gutes Stadtklima hängt auch davon ab, wie wir innerhalb der Gesellschaft miteinander funktionieren. Deswegen wollen wir eine konstruktive und gleichberechtigte Zusammenarbeit mit allen. Das ist gerade beim Stadtklima im eigentlichen Sinne wichtig: Unser Winterthur der Zukunft ist klimaneutral – ohne Wenn und Aber. Wir setzen uns dafür ein, CO2-Neutralität bis 2040 sozialverträglich zu erreichen. Von der Förderung der Biodiversität über Lenkungsabgaben bei der Mobilität bis zur Förderung von erneuerbaren Energien: Es bleibt keine Zeit, mit diesen Massnahmen zuzuwarten. Auch die bauliche Entwicklung muss klaren, klimagerechten Richtlinien folgen. Nachhaltigkeit heisst, die Einheit von Ökologie, Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit anzustreben. Nur so ist Winterthur eine klimagerechte, Umwelt schützende und die Vielfalt fördernde Stadt.

Konkrete Forderungen:

Umsetzung Netto null CO2 bis 2040

Renaturierung und Freilegung von Gewässern

Kultur & Freizeit nach der Pandemie

Unsere Stadt für alle heisst auch Kultur und Freizeit für alle. Wir wollen ein vielfältiges Angebot, das für sämtliche Bevölkerungsteile etwas bietet. Ohne breites Kulturangebot sind wir keine Stadt. Die SP engagiert sich für Rockmusik gleichermassen wie für das Musikkollegium. Sie hat das Gaswerk genauso unterstützt wie das Fotomuseum, die Quartierfeste, die Neuregelung der Kultursubventionen und die Umnutzung des Lagerplatzes. Winterthur braucht heute einen Aufbruch wie vor zwanzig, dreissig Jahren und einen Schritt nach vorne. Lebendige Quartiere mit Naherholungsmöglichkeiten, attraktiven Spielplätzen und Treffpunkten. Und Vereine benötigen mehr Infrastruktur: Zum Beispiel wollen wir auch an Sportmöglichkeiten zulegen. Denn Jugendliche brauchen auch heute Freiräume, um sich zu entwickeln. Vor siebzig Jahren hat sich die SP für Freibäder starkgemacht. Heute unterstützen wir das zweite Hallenbad und die gezielte Förderung des Frauenfussballs.

Konkrete Forderungen:

Mehr Mittel für die Kultur

Ein zweites Hallenbad

Strassenraum für alle

In einer Stadt für alle sind die Menschen das Wichtigste. Ob Jugendliche, Eltern mit Kindern, Arbeitnehmer:innen oder ältere Personen: Der Strassenraum muss allen nützen. In unserem Winterthur hat der Langsam- und öffentliche Verkehr deshalb immer Vortritt und das Autofahren wird toleriert. Wir wollen dazu beitragen, dass die Anzahl Autos pro Einwohner:in um einen Drittel sinkt, damit der Strassenraum zum Lebensraum wird, Gewerbe und Handwerker:innen ihrer Arbeit nachgehen können und das Auto im täglichen Leben der Stadt nur noch eine Nebenrolle spielt. Wir wollen Zonen mit weniger Autoverkehr in der Innenstadt und ein ausgebautes Velonetz, damit Winterthur wieder zur Velostadt Nummer 1 wird.

Konkrete Forderungen:

Ausbau der Velorouten und Behebung der Schwachstellen im Velonetz

Tempo 30 in allen Quartierzonen und auf Hauptachsen rund um die Altstadt